Wenn der Artikel ähnlich aussieht, die Verarbeitung, die Oberfläche oder die Materialqualität aber deutlich schlechter ist als beschrieben, behandeln Sie das als mögliches Problem „nicht wie beschrieben“. Ihr nächster Schritt ist, den Unterschied mit konkreten Fotos und dem ursprünglichen Angebot zu belegen und dann eine Lösung zu verlangen, die zur Abweichung passt: teilweise Rückerstattung, wenn Sie den Artikel behalten können, oder Rücksendung und volle Rückerstattung, wenn der Unterschied erheblich ist.
Prüfen Sie zuerst den genauen Wortlaut im Angebot. Der wichtigste Punkt ist, ob der Verkäufer ein bestimmtes Material oder eine bestimmte Oberfläche zugesagt hat, zum Beispiel „Metall“, „echtes Leder“, „Soft-Touch“, „gebürstet“, „Premium“ oder „dicht gewebt“. Wenn das Angebot solche Angaben gemacht hat und sich Ihr Artikel dünn, rau, plastikartig, dünn oder billig beschichtet anfühlt, ist das ein stärkerer Beleg als eine allgemeine Beschwerde über den Geschmack.
Tun Sie jetzt Folgendes:
- Speichern Sie Screenshots der Produktseite, einschließlich Titel, Beschreibung, Fotos und aller Angaben zu Material oder Qualität.
- Fotografieren Sie Ihren Artikel bei gutem Licht aus denselben Blickwinkeln wie im Angebot.
- Machen Sie Nahaufnahmen von den Stellen, die billiger wirken: Nähte, Oberflächenbeschichtung, Kanten, Fugen, Struktur oder Finish.
- Bewahren Sie die Bestellnummer, Sendungsverfolgungsdaten und alle Nachrichten mit dem Verkäufer auf.
Der beste Vergleich ist nicht „es sieht auf dem Bildschirm anders aus“. Er lautet: „Im Angebot stand X, aber der Artikel hat Y.“ Ein glänzendes Foto allein beweist zum Beispiel vielleicht keine falsche Darstellung, aber eine schriftliche Zusage zu einer matten Metalloberfläche oder einem Premium-Material ist in der Regel relevant.
Entscheiden Sie dann, welche Lösung zum Problem passt:
- Wenn der Artikel nutzbar ist, die Qualität aber niedriger als beschrieben, bitten Sie den Verkäufer um eine teilweise Rückerstattung.
- Wenn die geringere Qualität erheblich ist oder der Artikel zum angegebenen Preis nicht akzeptabel gewesen wäre, bitten Sie um Rücksendung und volle Rückerstattung.
- Wenn der Verkäufer möchte, dass Sie den Artikel behalten, und eine teilweise Rückerstattung anbietet, lassen Sie sich dieses Angebot schriftlich geben, bevor Sie zustimmen.
Wenn der Unterschied eine normale Abweichung sein könnte, vergleichen Sie den Wortlaut im Angebot genau. Kleine Unterschiede im Glanz, im Farbton oder in der handgefertigten Struktur können vorkommen, besonders wenn im Angebot stand, dass der Artikel handgemacht ist oder „abweichen kann“. Aber ein Material, das billig wirkt, eine schwache Verarbeitung, abblätternde Beschichtung oder ein sichtbar minderwertiges Finish ist mehr als eine normale Abweichung, wenn das Angebot bessere Qualität nahegelegt hat.
Wenn der Verkäufer das Problem nicht löst, nutzen Sie das Streit- oder Käuferschutzverfahren des Marktplatzes für „Artikel nicht wie beschrieben“ oder die nächstpassende Beschwerdekategorie. Laden Sie die Screenshots des Angebots und Ihre Nahaufnahmen hoch und erklären Sie genau, welche zugesagte Qualität fehlt. Wenn die Plattform nach einem Grund fragt, bleiben Sie bei dem konkreten Unterschied in Oberfläche, Struktur oder Material und nicht bei allgemeiner Enttäuschung.
Wenn Sie per Karte oder mit einer anderen Zahlungsmethode mit Streitverfahren bezahlt haben, prüfen Sie die Regeln und Fristen dieses Anbieters, falls der Weg über den Marktplatz scheitert. Das wichtigste Dokument dort ist in der Regel Ihr Zahlungsbeleg und dieselben Belege, die die Angabe im Angebot und den erhaltenen Artikel zeigen.
Practical tip: Legen Sie vor dem Einreichen des Antrags einen Screenshot des Angebots und ein Nahfoto nebeneinander, damit die fehlende Qualität auf einen Blick sichtbar ist.