Wie weise ich nach, dass mein Paket für den persönlichen Gebrauch bestimmt ist, wenn der Zoll es für gewerblich hält?

Wiederverkäufer- und Kleinunternehmer-Käufer

Um zu zeigen, dass ein Paket für den persönlichen Gebrauch bestimmt ist, müssen Sie dem Zoll in der Regel eine kurze Erklärung zusammen mit Unterlagen geben, die zur Bestellung und zum Empfänger passen. Der stärkste Nachweis ist eine Bestellbestätigung, ein Zahlungsbeleg und jede Zollmitteilung oder Rechnung, auf der der Artikel, die Menge sowie Ihr Name und Ihre Adresse stehen.

Beginnen Sie mit den wichtigsten Unterlagen:

  • Bestellbestätigung, die genau zeigt, was Sie gekauft haben, wie viele Einheiten und den Namen des Verkäufers
  • Zahlungsnachweis, der zeigt, dass Sie als Privatkunde und nicht als Geschäftskauf bezahlt haben
  • Zollmitteilung, Rechnung oder Sendungsverfolgungsnotiz, aus der hervorgeht, warum das Paket als gewerblich eingestuft wurde

Fügen Sie dann eine kurze schriftliche Erklärung hinzu. Bleiben Sie bei den Fakten:

  • die Waren sind für Ihren eigenen Gebrauch
  • sie werden nicht zum Weiterverkauf eingeführt
  • wenn Sie mehr als einen Artikel gekauft haben, erklären Sie den persönlichen Grund dafür, zum Beispiel Ersatz, ein Geschenk oder die gemeinsame Nutzung im Haushalt

Wenn das Paket nur einen Artikel oder eine kleine Anzahl von Artikeln enthält, sagen Sie das klar. Wenn der Zoll wegen der Menge von einem gewerblichen Zweck ausgeht, ist das oft der wichtigste Punkt, auf den Sie eingehen müssen. Wenn die Rechnung oder die Bestellseite eine große Menge, mehrere identische Artikel, einen Firmennamen oder eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer eines Unternehmens zeigt, kann die Sendung auch dann gewerblich wirken, wenn Sie sie für den persönlichen Gebrauch gedacht haben.

Wenn Sie ein Zollanmeldeformular haben, füllen Sie es genau wie verlangt aus und fügen Sie die Nachweise bei. Wenn der Zoll eine unterschriebene Erklärung verlangt, dass die Waren für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind, geben Sie diese nur in der geforderten Form ab. Der genaue Wortlaut, das Formular und die Frist hängen von der Zollbehörde in Ihrem Land ab. Prüfen Sie die Mitteilung daher sorgfältig auf:

  • die Referenznummer des Pakets
  • das angeforderte Dokument
  • die Antwortfrist
  • die E-Mail-Adresse, das Portal oder die Stelle, an die Sie es senden sollen

Wenn der Zoll das Paket weiterhin als gewerblich behandelt, fragen Sie nach, welches konkrete Detail zu dieser Einschätzung führt. Fragen Sie zum Beispiel, ob die Menge, die Rechnungsbeschreibung, die Absenderangaben oder eine fehlende Zollanmeldung ausschlaggebend sind. So wissen Sie, ob Sie die Unterlagen korrigieren, den Verkäufer um eine geänderte Rechnung bitten oder akzeptieren müssen, dass die Sendung als Geschäftseinfuhr behandelt wird.

Wenn der Verkäufer die falsche Rechnung ausgestellt oder die Sendung so beschrieben hat, dass sie wie ein Weiterverkauf aussieht, wenden Sie sich an den Verkäufer oder den Marktplatz und bitten Sie um eine korrigierte Rechnung oder Kaufbestätigung. Geben Sie Bestellnummer, Sendungsnummer und Zollreferenz an, damit die Sendung schnell zugeordnet werden kann.

Wenn das Paket tatsächlich für den Weiterverkauf oder geschäftliche Zwecke bestimmt ist, beschreiben Sie es nicht als für den persönlichen Gebrauch, nur um die Zollbehandlung zu vermeiden. Verwenden Sie die Erklärung, die dem tatsächlichen Zweck der Sendung entspricht.

Speichern Sie alles, bevor Sie antworten: die Bestellseite, den Zahlungsnachweis, die Zollmitteilung und jede Nachricht, die Sie senden oder erhalten. Wenn der Zoll Ihre Erklärung ablehnt, helfen diese Unterlagen dabei, die Entscheidung anzufechten oder zu fragen, welchen zusätzlichen Nachweis er braucht.

Praktischer Tipp: Bewahren Sie eine einzige PDF- oder Screenshot-Sammlung auf, auf deren erster Seite die Bestellnummer, die Sendungsnummer und die Zollreferenz stehen, denn so lässt sich dem Zoll meist am schnellsten zeigen, dass das Paket mit einem privaten Kauf verbunden ist.