Meistens ja: Wenn der Verkäufer den Artikel als „nicht defekt“ einstuft, sind die Rücksendekosten nach China oft Ihre Kosten, es sei denn, der Marktplatz, die Rückgabebedingungen des Verkäufers oder Ihre Verbraucherrechte verlagern diese Kosten auf den Verkäufer.
Die entscheidende Frage ist, warum Sie den Artikel zurücksenden. Davon hängt ab, wer bezahlt.
- Wenn Sie zurücksenden, weil Sie es sich anders überlegt haben, die falsche Größe bestellt haben oder den Artikel einfach nicht mehr möchten, kann der Verkäufer in der Regel verlangen, dass Sie das Rückporto zahlen, wenn seine Bedingungen keine kostenlose Rücksendung vorsehen.
- Wenn der Artikel tatsächlich fehlerhaft, beschädigt, unvollständig oder nicht wie beschrieben ist, sollten Sie die Einstufung als „nicht defekt“ anfechten und den Verkäufer oder Marktplatz bitten, die Rücksendekosten zu übernehmen oder Ihnen ein vorfrankiertes Rücksendeetikett zu geben.
- Wenn die Bestellung eine lokale EU-Rücksendeadresse hat, nutzen Sie diese, falls sie angeboten wird. Eine Rücksendung nach China kann deutlich teurer sein, also gehen Sie nicht davon aus, dass Sie dorthin senden müssen, bevor Sie die Rücksendeanweisungen geprüft haben.
Tun Sie das heute:
- Öffnen Sie die Bestellseite und lesen Sie den Rücksendegrund, die Rückgabebedingungen und alle Hinweise zum Käuferschutz.
- Speichern Sie Screenshots von der Aussage des Verkäufers, dass der Artikel „nicht defekt“ sei, sowie die Bestellnummer, das Produktangebot und den Sendungsverfolgungsstatus.
- Prüfen Sie, ob die Plattform ein Rücksendeetikett, eine lokale Rücksendeadresse oder eine Rückerstattungsbedingung anbietet, in der steht, wer die Versandkosten trägt.
- Wenn der Artikel defekt ist oder nicht wie beschrieben, senden Sie klare Nachweise: Fotos, bei Bedarf ein kurzes Video und eine einfache Erklärung des Problems.
Wenn der Verkäufer möchte, dass Sie zuerst versenden und Ihnen die Kosten später erstattet werden sollen, lassen Sie sich dieses Versprechen vor dem Versand schriftlich im Nachrichtenverlauf des Marktplatzes oder per E-Mail geben. Ohne das kann es passieren, dass Sie das Porto zahlen und später darum kämpfen müssen, es zurückzubekommen.
Wenn nur eine Rücksendeadresse in China angezeigt wird, stellen Sie vor dem Versand eine direkte Frage: „Erstatten Sie mir die Rücksendekosten, und wenn ja, unter welcher Bedingung und wie soll ich den Porto-Betrag nachweisen?“ Fügen Sie Ihre Bestellnummer und die Aussage des Verkäufers bei, dass der Artikel nicht defekt sei. So können Sie dem Marktplatz oder Verkäufer leichter zeigen, was Ihnen genau gesagt wurde.
Wenn Sie glauben, dass der Artikel tatsächlich defekt ist, der Verkäufer aber anderer Meinung ist, sind die nützlichsten Nachweise meist:
- Fotos oder ein Video des Problems
- das ursprüngliche Angebot oder die Produktbeschreibung
- die Nachricht des Verkäufers, in der der Defektanspruch abgelehnt wird
- die Rücksendeadresse und jede im Bestellverlauf angezeigte Frist
Wenn Sie unsicher sind, ob EU-Verbraucherregeln Ihnen helfen, prüfen Sie den Verkäufertyp und die Kaufbedingungen für genau diese Bestellung. Die Antwort kann davon abhängen, ob der Verkäufer ein EU-Händler oder ein Nicht-EU-Verkäufer ist und ob der Artikel fehlerhaft, falsch beschrieben oder einfach unerwünscht war.
Praktischer Tipp: Schicken Sie das Paket nicht nach China, bevor Sie die Rücksendeadresse, die genauen Kosten und eine schriftliche Antwort dazu haben, wer bezahlt, denn das internationale Porto kann höher sein als die Rückerstattung selbst.