Bewahren Sie sofort die Bestellbestätigung, das Produktangebot in der Form, wie es beim Kauf angezeigt wurde, und den Zahlungsnachweis auf. Diese drei Unterlagen sind meist am wichtigsten, wenn der Verkäufer später die Beschreibung, den Preis, die Versandbedingungen ändert oder etwas anderes sagt als das, was beim Checkout angezeigt wurde.
Tun Sie das jetzt, bevor sich das Angebot ändern kann:
- Speichern Sie die Bestellbestätigungs-E-Mail oder die Bestellseite, einschließlich Bestellnummer, Kaufdatum, Verkäufername, Artikelname, Gesamtbetrag, Währung und Lieferzeitangabe.
- Machen Sie Screenshots des Produktangebots und der Checkout-Seiten. Achten Sie darauf, dass sie die Artikelbeschreibung, Variante oder Größe, den Preis, die Versandkosten und jede Lieferzusage oder geschätzte Ankunftszeit zeigen.
- Speichern Sie die Zahlungsquittung oder die Kartenabrechnungszeile, auf der Betrag, Händlername und Datum zu sehen sind. So lässt sich die Zahlung der genauen Bestellung zuordnen.
- Bewahren Sie alle Nachrichten des Verkäufers auf, besonders wenn der Verkäufer später die Artikeldetails ändert, Sie um eine Stornierung bittet, eine andere Versandmethode anbietet oder einen anderen Lieferzeitraum nennt.
- Wenn die Bestellseite eine Sendungsnummer oder Versandmethode enthält, speichern Sie auch diese. Das kann später helfen, wenn das Paket verspätet ist, fehlgeleitet wurde oder als zugestellt markiert wird, aber nie ankommt.
Zwei Details sind bei grenzüberschreitenden Streitfällen besonders nützlich. Erstens: Speichern Sie das Angebot genau so, wie es zum Kaufzeitpunkt angezeigt wurde, weil Marktplatzseiten nach der Bestellung bearbeitet werden können. Zweitens: Bewahren Sie den Gesamtbetrag beim Checkout auf, nicht nur den Produktpreis, weil grenzüberschreitende Bestellungen auch Versandkosten, Steuern oder andere Zusatzkosten enthalten können, die wichtig sind, wenn Sie den berechneten Betrag später anfechten.
Wenn möglich, bewahren Sie die Nachweise an mehr als einem Ort auf:
- Laden Sie die Bestellbestätigung nach Möglichkeit als Datei herunter;
- speichern Sie Screenshots in einem Ordner mit der Bestellnummer;
- behalten Sie den E-Mail-Verlauf mit dem Verkäufer vollständig bei.
Wenn der Verkäufer später behauptet, ein anderer Artikel sei bestellt worden, ist der stärkste Nachweis meist die Kombination aus Screenshot des Angebots, Bestellbestätigung und Zahlungsbeleg. Geht es um die Lieferung, fügen Sie die Sendungsverfolgungsseite und alle Statusmeldungen hinzu, die den Versandverlauf zeigen.
Wenn Sie über einen Marktplatz gekauft haben, speichern Sie sowohl den Bestellverlauf des Marktplatzes als auch die Nachrichten des Verkäufers innerhalb der Plattform. Wenn Sie direkt auf der Website eines Verkäufers gekauft haben, sind die Checkout-Seite und die Bestätigungs-E-Mail noch wichtiger, weil es dann möglicherweise keinen Marktplatz-Nachweis gibt, auf den Sie sich stützen können.
Wenn Sie unsicher sind, ob etwas aufbewahrt werden sollte, speichern Sie es, wenn es den Artikel, den Preis, das Datum, die Identität des Verkäufers oder die Versandbedingungen zeigt. Das sind die Informationen, die in einem Streitfall am ehesten wichtig werden.
Praktischer Tipp: Benennen Sie jeden Screenshot sofort mit der Bestellnummer und dem Datum um, sobald Sie ihn speichern, damit Sie den richtigen Nachweis schnell finden, falls später ein Problem mit dem Paket auftritt.