Ja, oft können Sie eine Vorbestellung stornieren, wenn der Verkäufer den zugesagten Termin immer wieder verpasst, aber ob Sie eine volle Rückerstattung erhalten, hängt von den Bedingungen des Verkäufers, den Marktplatzregeln und davon ab, ob der Artikel bereits versandt wurde. Entscheidend ist, ob der Verkäufer einen angegebenen Versand- oder Liefertermin nicht eingehalten hat oder ob die Bestellung nur als Schätzung angezeigt wird, die sich noch ändern kann.
Tun Sie das heute:
- Öffnen Sie die Bestellseite und finden Sie das genaue Datum, das angezeigt wurde, als Sie gekauft haben.
Achten Sie auf Formulierungen wie „voraussichtlicher Versand“, „voraussichtliche Lieferung“, „Veröffentlichungsdatum“ oder „Vorbestellung wird am ... versendet“. Speichern Sie einen Screenshot des ursprünglichen Datums, bevor es sich erneut ändert.
- Prüfen Sie den aktuellen Status und die Verzögerungsmeldungen.
Am nützlichsten sind das neue zugesagte Datum, jede Nachricht mit dem Hinweis, dass der Artikel „verzögert“ ist, und ob die Bestellung noch als nicht versandt markiert ist.
- Senden Sie dem Verkäufer über das Nachrichtensystem des Marktplatzes eine schriftliche Stornierungsanfrage.
Bitten Sie um Stornierung, weil sich das Vorbestelldatum wiederholt verschoben hat, und verlangen Sie eine volle Rückerstattung auf Ihre ursprüngliche Zahlungsmethode. Bewahren Sie die Bestellnummer und alle Nachrichtenverläufe auf.
Wenn der Artikel noch nicht versandt wurde, ist eine Stornierung meist der einfachste Weg. Wenn der Verkäufer zustimmt, bitten Sie ihn zu bestätigen, dass die Bestellung storniert ist und dass die Rückerstattung den Artikelpreis und gegebenenfalls die bereits gezahlte Versandgebühr umfasst.
Wenn der Verkäufer ablehnt, hängt der nächste Schritt davon ab, was auf der Bestellseite und in den Bedingungen steht:
- Wenn es ein fest zugesagtes Versand- oder Lieferdatum gab und dieses verstrichen ist, verweisen Sie in Ihrem Streitfall auf dieses Datum.
- Wenn auf der Seite nur eine „Schätzung“ stand und der Verkäufer sie innerhalb der angegebenen Vorbestellbedingungen aktualisiert hat, ist Ihr Fall schwächer und Sie müssen sich auf den Storno- oder Streitbeilegungsprozess des Marktplatzes verlassen.
- Wenn der Artikel bereits versandt wurde, ist eine Stornierung über den Verkäufer möglicherweise nicht mehr möglich, und Sie müssen stattdessen den Rückgabeprozess nutzen.
Wenn der Marktplatz ein eigenes Lösungs- oder Streitbeilegungssystem hat, nutzen Sie es und fügen Sie hinzu:
- die ursprüngliche Bestellbestätigung
- Screenshots des ursprünglichen Vorbestelldatums und jeder neuen Verzögerung
- Ihre Stornierungsanfrage
- die Antwort des Verkäufers, falls vorhanden
Wenn Sie mit Karte oder über einen anderen Zahlungsanbieter bezahlt haben und der Verkäufer oder Marktplatz das Problem nicht löst, fragen Sie Ihre Bank oder Ihren Anbieter, ob sie einen Zahlungsstreit eröffnen können. Geben Sie dort die Bestellnummer, das zugesagte Datum und den Nachweis an, dass Sie wegen der immer weiteren Verzögerung um Stornierung gebeten haben. Ob ein Chargeback oder ein ähnlicher Anspruch möglich ist, hängt von der Zahlungsmethode und dem Zeitpunkt ab, also prüfen Sie diesen Ablauf schnell, wenn der Verkäufer nicht reagiert.
Der wichtigste Punkt ist, ob der Verkäufer ein fest zugesagtes Datum verpasst hat oder nur eine Schätzung verschoben wurde. Diese Formulierung auf der Bestellseite entscheidet meist darüber, wie stark Ihre Stornierungsanfrage ist.
Praktischer Tipp: Machen Sie jetzt Screenshots vom ursprünglichen Vorbestelldatum, der neuesten Verzögerungsmitteilung und Ihrer Stornierungsnachricht, denn das sind die klarsten Belege dafür, dass sich die Verzögerung immer wieder geändert hat.