Ja. Wenn der Verkäufer bearbeitete Fotos verwendet hat, um Mängel, Nähte, Stoffverbindungen, Schäden oder andere Fehler zu verbergen, können Sie sich beschweren, dass der Artikel irreführend dargestellt wurde oder nicht wie gezeigt war. Die stärkste Beschwerde ist meist, dass das erhaltene Produkt nicht zu den Bildern und der Beschreibung im Angebot passt.
Handeln Sie schnell und bewahren Sie die Beweise auf, die die Abweichung belegen.
- Speichern Sie Screenshots des ursprünglichen Angebots, einschließlich der bearbeiteten Fotos, des Artikeltitels, aller Angaben zu Qualität oder Verarbeitung sowie des Verkäufernamens oder Shop-Namens.
- Fotografieren oder filmen Sie den erhaltenen Artikel, idealerweise bei ähnlichem Licht und aus demselben Winkel wie im Angebot, damit der Mangel oder die verdeckte Naht leicht zu vergleichen ist.
- Bewahren Sie Ihre Bestellnummer, das Lieferdatum und alle Nachrichten mit dem Verkäufer auf.
Wenn das Angebot nur wegen normaler Beleuchtung oder eines sauberen Hintergrunds „schön“ wirkte, kann die Beschwerde schwächer sein. Wenn das Bild offenbar nachbearbeitet wurde, um Nähte, Flicken, Kratzer, Löcher, Falten oder andere Mängel zu entfernen, ist genau dieses Detail am wichtigsten. Konzentrieren Sie sich auf den genauen Unterschied zwischen dem Angebot und dem Artikel, den Sie in der Hand haben.
Kontaktieren Sie dann den Verkäufer und den Marktplatz, weil dort unterschiedliche Beschwerdewege gelten können.
- Sagen Sie dem Verkäufer, dass das Produkt irreführend dargestellt wurde, und bitten Sie um die gewünschte Lösung: Rückerstattung, Ersatz, Rücksendeetikett oder Teilrückerstattung, wenn Sie den Artikel behalten möchten.
- Öffnen Sie beim Marktplatz die Bestellbeschwerde oder die Beschwerdeart „Artikel nicht wie beschrieben“, falls es diese Option auf Ihrer Bestellseite gibt. Verwenden Sie die Screenshots des Angebots und Ihre eigenen Fotos als Beweise.
- Geben Sie die Bestellnummer, den Produktlink oder die Artikel-ID und eine kurze Erklärung an, was bearbeitet oder verborgen wurde.
Wenn die Plattform eine Frist für Beschwerden hat, prüfen Sie die Bestelldetails, die Streitfallseite oder den Hilfeartikel auf die Frist. Verlassen Sie sich nicht auf Ihr Gedächtnis, denn diese Fristen unterscheiden sich je nach Plattform und können davon abhängen, wann die Bestellung als zugestellt markiert wurde.
Wenn der Verkäufer sagt, das Bild sei „nur zur Veranschaulichung“, beendet das die Sache nicht automatisch. Entscheidend ist, ob der echte Artikel zur Beschreibung und zur visuellen Darstellung passt, auf die sich ein Käufer vernünftigerweise verlassen würde. Wenn der Mangel das Aussehen, die Passform, die Nutzung oder die Qualität des Artikels verändert, sagen Sie das in Ihrer Beschwerde klar.
Wenn der Marktplatz den Anspruch ablehnt, behalten Sie dieselben Beweise und prüfen Sie, ob Sie innerhalb der Plattform eskalieren können oder, je nachdem, wie Sie bezahlt haben und wie viel Zeit vergangen ist, einen Zahlungsstreit bei Ihrem Kartenanbieter oder Zahlungsdienst einreichen können. Ob das möglich ist, hängt von der Zahlungsmethode und der Frist im Verfahren dieses Anbieters ab. Prüfen Sie daher deren Streitregeln, bevor Sie etwas anderes einreichen.
Praktischer Tipp: Legen Sie den Screenshot des Angebots und Ihr eigenes Foto des Mangels in einer Datei nebeneinander, weil ein klarer Vergleich oft der schnellste Weg ist, das Problem zu zeigen.