Vermeiden Sie es, persönliche Informationen zu teilen, die nicht nötig sind, um den Streitfall zu belegen. In den meisten Fällen sollten Sie nur Bestell-, Sendungs-, Zahlungs- und Artikeldetails behalten, die zeigen, was schiefgelaufen ist, und den Rest schwärzen.
Prüfen Sie zuerst, was der Streitfall tatsächlich belegen muss. Die sicherste Regel lautet: Wenn ein Detail nicht hilft zu zeigen, dass der falsche Artikel, das fehlende Paket, der Schaden, das Rückerstattungsproblem oder das Zahlungsproblem vorliegt, entfernen Sie es vor dem Hochladen.
Meistens lohnt es sich, Folgendes zu verbergen:
- Vollständige Kartennummern oder vollständige Bankkontonummern
- CVV-/Sicherheitscodes
- Anmeldedaten, Einmalcodes, Passwörter, QR-Codes, die wiederverwendet werden könnten
- Pass-, Ausweis-, Steuer- oder andere staatliche Ausweisnummern, außer die Plattform hat ausdrücklich danach gefragt
- Vollständige Unterschriften
- Persönliche Telefonnummern und E-Mail-Adressen, wenn sie nicht nötig sind
- Wohnadresse, wenn sie aus der Bestellung bereits ersichtlich ist und für den Anspruch nicht nötig ist
- Namen, Gesichter oder Angaben zu Kindern auf Fotos, wenn sie für den Streitfall nicht relevant sind
- Andere Bestellnummern, Rechnungsbeträge oder Kontostände aus nicht zusammenhängenden Käufen
- Jegliche Nachrichtenverläufe, die private Details enthalten, die nichts mit dem Anspruch zu tun haben
Behalten Sie die Teile, die normalerweise wichtig sind:
- Bestellnummer
- Sendungsnummer
- Lieferdatum oder Sendungsverfolgungsstatus
- Artikelname und Beschreibung
- Fotos des Pakets, Artikels, Schadens oder falschen Inhalts
- Zahlungsreferenz, die die Belastung mit der Bestellung verknüpft
Wenn Sie Screenshots senden, schneiden Sie sie so zu, dass nur die relevante Zeile sichtbar ist. Wenn Sie Fotos von Etiketten oder Verpackungen senden, decken Sie Barcodes, Adressen und alle nicht relevanten Namen oder Referenznummern ab oder schwärzen Sie sie. Wenn der Verkäufer oder Marktplatz ein Etikett sehen muss, lassen Sie nur die Versanddetails sichtbar, die nötig sind, um es Ihrem Fall zuzuordnen.
Wenn die Plattform eine Identitätsprüfung verlangt, nutzen Sie nur die sichere Upload-Methode, die sie bereitstellt, und senden Sie nur das genau angeforderte Dokument. Fügen Sie keine Ausweisfotos, Kontoauszüge oder Kartenbilder in einen öffentlichen Chat oder E-Mail-Verlauf ein, außer die Organisation verlangt diese Form ausdrücklich. Wenn ein Zahlungsnachweis verlangt wird, reicht meist eine Buchungszeile im Kontoauszug, die die Transaktion zeigt; andere Käufe sollten verborgen werden.
Wenn sich Ihr Streitfall auf die Zustellung an die falsche Adresse bezieht, können Name und Adresse für den Versand relevant sein. Wenn es um Beschädigung oder fehlenden Inhalt geht, ist Ihre private Adresse oft nicht nötig, außer sie hilft, das Paket zu identifizieren. Wenn Sie unsicher sind, vergleichen Sie die Anforderung an die Beweise mit dem Streitgrund und behalten Sie nur das Minimum, das diesen Grund unterstützt.
Bevor Sie absenden, fragen Sie sich: Belegt dieses Bild oder Dokument das Problem, oder gibt es nur private Daten preis? Wenn es nur private Daten preisgibt, schwärzen Sie es oder lassen Sie es weg. Bewahren Sie eine Originalkopie auf, falls der Marktplatz später eine klarere Version verlangt.
Praktischer Tipp: Erstellen Sie eine geschwärzte Kopie für den Streitfall und bewahren Sie das unbearbeitete Original sicher auf, falls Verkäufer, Marktplatz oder Versanddienstleister später nach dem fehlenden Detail fragen.