Das Produkt sieht echt aus, aber die Leistung ist miserabel — Fälschung oder einfach schlechte Qualität?

Beschädigte, defekte und gefälschte Artikel

Allein die Leistung beweist nicht, dass ein Artikel gefälscht ist. Er kann echt sein, aber von schlechter Qualität, beschädigt, falsch eingestellt oder einfach nicht so, wie es in der Anzeige versprochen wurde.

Ihr bester nächster Schritt ist, vor dem Öffnen des Falls zwischen „gefälscht“ und „defekt oder nicht wie beschrieben“ zu unterscheiden. Tun Sie das heute, solange die Bestellseite, Nachrichten und Verpackung noch leicht zugänglich sind.

Prüfen Sie zuerst, ob der Artikel in den wichtigen Punkten mit der Anzeige übereinstimmt:

  • Markenname, Modellnummer, Seriennummer und Produktfotos
  • Verpackung, Anleitungen, Etiketten und alle Echtheitsmerkmale
  • die genaue Leistungsangabe in der Anzeige, zum Beispiel Akkulaufzeit, Geschwindigkeit, Kapazität oder Haltbarkeit

Wenn Marken- oder Modelldaten nicht übereinstimmen oder Verpackung/Etiketten falsch aussehen, spricht das für eine Fälschung. Wenn die Kennzeichnungen übereinstimmen, der Artikel aber schlecht funktioniert, ist der stärkere Vorwurf meist defekt oder nicht wie beschrieben, nicht gefälscht.

Testen Sie ihn als Nächstes auf faire Weise. Manche Produkte funktionieren schlecht wegen des falschen Ladegeräts, der App, der Einstellungen, Verbrauchsmaterialien oder regionaler Kompatibilität. Halten Sie den Test einfach und sichern Sie Belege für die tatsächlichen Bedingungen:

  • ein kurzes Video, das das Problem zeigt
  • Fotos des Artikels, der Verpackung und der Etiketten
  • ein Screenshot oder eine Kopie der Anzeige, auf der die versprochene Funktion zu sehen ist
  • Ihre Bestellnummer und der Nachrichtenverlauf mit dem Verkäufer

Wenn das Produkt unsicher ist, nicht mehr funktioniert oder sich deutlich von der Anzeige unterscheidet, melden Sie es dem Verkäufer oder Marktplatz sofort und bitten Sie um die Lösung, die dort für „gefälschte“, „defekte“ oder „nicht wie beschrieben“ Artikel angeboten wird. Verwenden Sie die genaue Bestellnummer und fügen Sie die oben genannten Belege bei. Wenn Sie eine Fälschung vermuten, nennen Sie den konkreten Unterschied: zum Beispiel die Modellnummer, das Logo, die Seriennummer oder die Verpackung.

Wenn der Artikel nur schlecht funktioniert, aber trotzdem echt wirkt, stellen Sie ihn nicht als Fälschungsfall dar, außer Sie haben echte Hinweise auf eine Fälschung. So vermeiden Sie, dass der Verkäufer Ihre Beschwerde wegen der falschen Kategorie ablehnt. Bitten Sie stattdessen um Rückerstattung, Ersatz oder Rückgabe, weil der Artikel nicht der Beschreibung in der Anzeige oder der üblichen erwarteten Leistung entspricht.

Wenn der Verkäufer nicht hilft, prüfen Sie die Streitfall- oder Käuferschutzseite des Marktplatzes auf die Regel, die zu Ihrem Fall passt, und auf die Frist, die für Ihr Bestelldatum gilt. Wenn Sie mit Karte oder einer anderen geschützten Zahlungsmethode bezahlt haben, prüfen Sie auch die Streitfallfrist dieses Anbieters und behalten Sie denselben Belegsatz. Frist und Ablauf hängen von Plattform, Zahlungsmethode und Kaufdatum ab. Verwenden Sie daher das auf der Bestellung angezeigte Datum und jede Streitfall- oder Anspruchsreferenznummer, wenn Sie sich an sie wenden.

Praktischer Tipp: Speichern Sie einen einzigen Ordner mit dem Screenshot der Anzeige, dem Unboxing-Video und je einem Foto aller Etiketten oder Seriennummern, denn diese drei Dinge sind meist am wichtigsten, wenn Sie „gefälscht“ gegenüber „schlechte Qualität“ belegen müssen.